Musiktherapie

Musik berührt die Seele

Schon im Alten Testament sind Beispiele aufgezählt, in der Musik heilende und freisetzende Wirkung hatte. 

Durch das Spiel mit den Instrumenten und dem Hören von Musik kann noch ein ganz anderer Zugang zu sich selber und zur Beziehungsgestaltung gefunden werden. Das kann individuelle Ressourcen aufzeigen und diese freilegen. Dadurch können neue Wege zur Problemlösung gefunden werden.

Musikalische Vorkenntnisse  oder Begabung sind dazu nicht erforderlich.

In der Musiktherapie kann auch der  Zugang zur eigenen Spiritualität entdeckt oder neu erlebt werden.

Wenn die Musiktherapie in einer Gruppe stattfindet, wird die Zugehörigkeit oft intensiv und heilsam empfunden (auch wenn die Gruppe aus Personen besteht, die alle keine musikalischen Vorkenntnisse haben).

Obwohl die Musiktherapie die Möglichkeit gibt, sich nonverbal auszudrücken und zu kommunizieren, nimmt das verbale Aufarbeiten des Erlebten einen wichtigen Stellenwert ein.

Eine Teilnehmerin mit Erschöpfungsdepression erzählt: 

«Musik erreichte mich, wo ich nichts mehr an mich heranlassen konnte und mich selber auch nicht mehr gespürt habe. Ich habe die Berührung der Musik als eine Heilung tief in mir drin erlebt.»

Musiktherapie kann helfen, wenn es darum geht:

  • Freude, Kraft, Ruhe und Entspannung (wieder) zu entdecken und zu erleben
  • die eigenen Ressourcen und die Kreativität (wieder) zu entdecken
  • Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein zu stärken
  • einen verbesserten Zugang und Umgang mit den eigenen Gefühlen zu finden
  • die Kontakt- und Beziehungsgestaltung zu reflektieren und zu gestalten (dies kann in der Beziehung zu sich selber, zu andern Menschen oder zu Gott sein)
  • Stabilität nach oder während traumatischen Erlebnissen, Krankheit oder Unfall zu finden
  • psychosomatische Störungen und/oder Schmerzen zu behandeln
  • Lösungen zu finden, wenn Süchte (stoffliche und nichtstoffliche Süchte) die Lebensgestaltung behindern
  • in oder nach einer Erschöpfung den Weg in den Alltag wieder zu finden
  • parallel zu einer Gesprächstherapie (z.B. Traumatherapie) der emotionalen Verarbeitung und der christlichen Spiritualität mehr Raum zu geben.